Artikel
0 Kommentare

Das Lachen nach dem Schluss

Jetzt habe ich mir einige Tage die Ereignisse rund um die Tragödie von Duisburg am 24. Juli angesehen. Auch konnte ich beobachten, wie die Leute auf Twitter damit umgehen. Betroffenheit war in erster Linie zu spüren und dann die vielen verschiedenen Arten das zu verarbeiten. Manchen ging es vielleicht auch am Arsch vorbei und weil sie immerhin wissen, dass so etwas gesellschaftlich geächtet ist, versuchten viele wenigstens den Schein zu wahren, bevor Sie dann ein paar Stunden später wieder in den üblichen Ironie-, Witze- und Beziehungsstresssimulationstweetmodus verfielen. Manche wirken dabei vollkommen abgestumpft. Andere eher hysterisch. Man giftet sich gegenseitig an, warf sich Pietätlosigkeit vor und man weiß natürlich ganz genau was Schaller, Sauerland und Konsorten jetzt zu tun haben

.

Heute habe ich mir dann ein ca. 10-minütiges Video angeschaut, das die Ereignisse ein weiteres mal auf drastische Weise verdeutlicht. Viele, die es gesehen haben, hat das sehr mitgenommen. Ich empfand es nicht krasser, als viele andere Aufnahmen und Berichte von der Katastrophe. Natürlich mussten sich einige Twitterer wieder dadurch hervortun, dass sie lauthals verkündeteten es sich nicht anzuschauen, weil, man ist ja sensibel und extrem moralisch obendrein. Ich weiss nicht, ob ich das in der Tiefe richtig interpretiere, es sind in diesen Momenten immer die gleichen Leute mit immer den gleichen Mustern, es fällt auf. Oft kommt mir das bemüht und konstruiert vor.
Ich kann nicht behaupten, dass ich angesichts des Videos weinend zusammen gebrochen wäre. Ich würde mich selbst nicht als gefühlskalt oder extrem abgezockt beurteilen, aber ich wüsste gar nicht bei welcher der unfassbar vielen Katastrophen, die ich den ganzen Tag oft beiläufig, gar beim Abendessen so wahrnehme, die ich in der Tagesschau sehe, im Internet, in den Tagezeitungen, ich mehr oder weniger betroffen sein müsste. Es ist einfach nicht mehr möglich, das alles aufzunehmen. Ich kann das schwer beurteilen. Warum ist das so. Ein Ereignis in meinem Leben, hat sicher zu diesem etwas abgebrühten Verhalten beigetragen. Und zwar, es war am 6. Juli 1976, habe ich mit meiner damals 6-jährigen Schwester eine Straße in unserer Nachbarschaft überquert. Wir kamen gerade aus unserem Garten, der sich in den Weinbergen am Rande von Wiesbaden befand. Es war heiß an diesem Tag und es war uns langweilig. Wir wollten nach Hause. Wir überquerten also die Straße und ich konnte gar nicht so schnell schauen und meine Schwester auch gar nicht warnen, da kam ein Auto mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit angefahren und erfasste meine Schwester und schleuderte sie durch die Luft. Sie verstarb anschliessend, an den Folgen ihrer Verletzungen. Die grässlichen Details, die Geräusche, all das hat mein Leben geprägt. Anschließend war alles anders, als je zuvor. Ich war neun Jahre alt und am nächsten Morgen hatte ich das Gefühl irgendwie erwachsen geworden zu sein. Es hat hat mich seelisch an eine andere Stelle im Leben gedrängt. Ich musste den Tod verarbeiten. Den meisten Menschen ist dieser Umstand eher in fortgeschrittenem Alter beschieden. Ich weiss aber gar nicht, ob das so gut ist. Viele Menschen aus meine Bekanntenkreis sind derart hilflos und ohne jegliche innere Vorbereitung, angesichts eines Todesfalles oder einer Katastrophe, ich kann das oft gar nicht nachvollziehen. Ich möchte darüber aber keinesfalles urteilen oder mich drüber erheben. Das ist eine monströse und schwer zu verarbeitende Angelegenheit. Da muss jeder für sich durch.
Ich bin nach dem Unfall damals einige Tag zuhause geblieben, es waren ohnehin gerade Sommerferien und dann bin ich wieder raus und habe mit meinem besten Kumpel nichts absurderes machen können, als mit Kreide überfahrene Menschen auf die Straße zu malen und mich über die grotesken Reifenspuren, die wir über die Gesichter der Figuren zeichneten, kaputt zu lachen. Die Nachbarn waren schockiert, aber irgendwie war das der Punkt damals, der mir den Weg geebnet hat, das schlimme Ereignis als ein Teil des Lebens zu betrachten und zu akzeptieren. Leute die das Gefühl haben, sie könnten und dürften nach so einer Tragödie nie wieder lachen, kann ich ad hoc natürlich keinen Tipp geben, der nicht banal und dämlich anmaßend anmutet, aber es ist schon immer auch ein bisschen so, wie Dragoslav Stepanovic den Fans am 16. Mai 1992, nach dem 1:3 der Franfurter Eintracht gegen Hansa Rostock und der damit verlorenen Meisterschaft lakonisch mit auf den Weg gab: Lebbe geht weiter! Und was ist schon eine verlorene Meisterschaft? Für manche geht da ja schon die Welt unter.

Das ist alles schwer zu erklären, aber es sind doch nun in den Jahren so viele grauenhafte Ereignisse passiert und Angehörige und Freunde sind gestorben, dass es ich mich jedesmal frage, warum denn nun dieses Ereignis in Duisburg den Menschen so unter die Haut geht. Ich kann mich erinnern, irgendwann in den Neunzigern muss es gewesen sein, da gingen in den Alpen, in einem Skigebiet ein paar Lawinen ab, so dass einige Menschen verschüttet und andere in den Tälern eingeschlossen waren. Man hat tagelang darüber berichtet, ein ARD-Brennpunkt nach dem anderen zeigte irgendwelche Leute in Aufregung in einer Region in der die Lawinen letztlich deshalb so massiv abgehen, weil zuvor der komplette Wald an den Hängen der Skipisten zum Opfer fiel. Die Menschen zuhause an den TV-Geräten waren jedoch aufgeregt, alle sprachen darüber. Große Sache. Mitten in dieser Zeit, in denen die Skiurlauber in den Alpen eingeschlossen waren, gab es eine Flutkatastrophe in Südamerika, in deren Verlauf über 40.000 Menschen ums Leben kamen. Dieser Nachricht wurde ca. 30 Sekunden Zeit und klitzekleine Artikel in den Gazetten eingeräumt. Es ging schlichtweg unter. Es entstand der Eindruck der unterschiedlichen Wertigkeit von Menschen. Ähnliches ist zu beobachten, wenn beispielsweise beim Absturz eines Flugzeugs die Menschen erst unruhig werden, wenn „Deutsche unter den Opfern“ zu verzeichnen sind. Gerade ist in Pakisten ein Flugzeug abgestürzt, aber es ist keine Zeit und keine Trauer mehr übrig, es ist nicht von Interesse. Dafür hält man sich lieber moralinsauer mit der moralisch noch verkorksteren Eva Herman auf und gibt ihr so noch ein bisschen Publicity. So ist das.

Aber warum? Weil hier Bilder zum gruseln sind, weil es in Deutschland passiert? Weil man als „der kleine Mann“ glaubt irgendwelchen absurd agierenden Politikern einen Strick drehen zu können? Weil es erschütternde, fast lyrische Blogeinträge über das Sterben in Duisburg gab? Weil die Opfer so jung waren? Warum lässt das Thema hier niemanden los? Die Sau ist doch sonst nach einigen Stunden durch Dorf gejagt.

Sind es die Bilder. Ganz sicher ist das so. Ich finde die Demokratsierung der Bilder von der Basis wichtig. Sie sind voll der Härte und das verzweifelte Schreien der eingeklemmten Menschen klingt extrem nach. Wir Zuschauer können nicht die ganze Verzweiflung begreifen und nachvollziehen, aber so ist sie ein bisschen gegenwärtig, man versteht ein bisschen warum selbst gestandene Sanitäter weinend zusammengebrochen sind. Man kann es erahnen. Ich glaube man muss es sich auch anschauen um irgendwas zu begreifen. Und dann sollte der Gedanke einmal weg von der eigenen Unzulänglichkeit und der Selbstbetroffenheit, was man doch für eine arme Sau ist, weil man diesen schier unfassbaren Inforamtionen aus dem Internet ausgesetzt ist, dann sollte der Gedanke immer den Opfern gelten. Die Trauernden haben ein schweres Päcklein zu tragen, aber der Umstand, dass sie überhaupt trauern können, ist schlichtweg der, dass sie noch leben, noch da sind. Als meine Schwester tot war, da fragte ich meine Eltern, ob es nicht Selbstmitleid wäre, wenn man trauert. Klar, der Zustand der Trauer, des Verlustes ist so unbegreifbar ist, er tut so weh, aber er beschäftigt sich ja immer sehr mit sich selbst. Was aber ist mit den Opfern? Was ist mit künfitgen Ereignissen, bei denen man in die Verhinderung weiterer Tragödien alle Kraft und den Verstand investieren sollte.

Der Blogger Michael Seemann, der den Link zu diesem besonders eindringlichen Video geretweetet hat, fragte sich in seinem Blogpost, ob er den Link vielleicht wieder löschen sollte. Ich denke, man sollte das nicht tun, er hat das auch nicht gemacht. Er hat das hier ganz gut beschrieben. Man scheitert nicht unbedingt an solchen Bildern. Viel mehr sollten solche fürchterlichen Dokumentationen die Betrachter aus den Banalitäten entführen, in denen sie Montags über den Montag, an heißen Tagen über die Hitze, an regnerischen Tagen über den Regen und ansonsten über den verpassten Tchibo-Newsletter jammern. Es gibt diese Dinge, dieses Sterben, Verhungern, diese Gemetzel und bei allem Respekt vor den individuellen Problematiken, so sind doch die allermeisten Zustände in den allermeisten Leben in meiner Peergroup sicher besser als das Elend der Ersoffenen und Betroffenen dieser Welt.

Artikel
0 Kommentare

Atom Heart Müdigkeit

Ich kann nicht… doch ich muss
Am besten am iPhone4 ist, dass man das hier: … auch so machen kann: …
Das halte ich für einer der wichtigsten Errungenschaften der Neuzeit. Und jetzt erzähle mir bloß niemand, dass es das vorher schon gab.

Artikel
0 Kommentare

Günther Netzer

Heute nacht habe ich geträumt, Kacper und ich mussten ein Handballspiel gegen ein paar ortsansässige "Jugoslawen" verrichten. Es ging um Respekt und es sei Tradition, sagte man mir. Wir hätten keine Wahl. Und weil mein Geschäftspartner Kacper und ich keine richtige Mannschaft darstellten, fragte ich Günther Netzer, ob er nicht Lust habe. Er sagte spontan zu, gab aber zu bedenken, dass er sehr klein sei, doch das machte uns nichts aus. Die Jugos waren aus dem Häuschen. Anschließend erzeugte ich mit meinem Auto einen Blechschaden und wachte dann auf. Guten Morgen!

Artikel
0 Kommentare

Cola Leid

Jetzt hätt ich ja was längeres geschrieben, aber taucht dieser Bug wieder auf. Er äußer sich so, dass man im Grunde nur zwei Zeilen lesen kann und rutschen dann auno einfa oben aus dem Editorfenster raus. Die rede ist von der MobileFotos.app. Hülf!

Artikel
0 Kommentare

Die Fußball-WM 2010 im Huckbook / Das Finale

So, jetzt muss ich was schreiben, aber in mir ist Leere, denn es hat gerade die egalste Mannschaft der Welt den Weltmeistertitel gewonnen. Ich freue mich ja jedes mal wie ein unterzuckertes Kind auf die Fußball-WM, aber irgendwie wollte das diesmal nicht so richtig werden mit mir und der WM. Vier Jahre Vorfreude für die Katz. Dazwischen quäle ich mich mit den abstrusen und in den letzten Jahren eher langweiligen Saisonbilanzen von Eintracht Frankfurt herum. Wenn WM ist, schaue ich mir jedes Spiel an, ich flippe innerlich aus. Ich kann mich noch Jahre an die verschiedenen Spiele erinnern, weiß im Verlauf eines Turniers alle Ergebnisse und den Stand aller Tabellen auswendig. Voll verrückt, ey.

Das war diesmal anders. Schon von Anfang an. Dieses verstörende Wahrnehmen der Vuvuzelas beim Eröffnungspiel, das ich mit Freunden auf dem Monitor meines Macbooks schaute. Nur die Vuvuzela-Meckerfront war noch schlimmer, aber ich muss es jetzt mal sagen: diese Musikinstrumente gingen mir total auf den Sack. Ich habe mich oft gefragt, wie bekloppt müssen sich denn diese erwachsenen Menschen vorkommen, ganze Spiele lang von Anfang bis Ende, komplett und ohne Unterlass in eine Plastiktröte zu prusten. Das will ich nie mehr hören.

Und dann muss man jedesmal feststellen, dass Fußball diese Saison noch mehr zu einer Public Viewing-Pappnasenveranstaltung geworden ist. Jeder Idiot kukkt Fußball und irgendwelche Leute, die ansonsten noch nicht mal wissen, wer die Typen so sind, die da auf dem Platz rumstehen, labern einen voll und gewinnen iPads und Autos in Gewinnspielen. Das geht so nicht weiter.

Fußball ist gefälligst immer. Fußball ist Leidenschaft und Fortuna Düsseldorf und Kickers Offenbach. Fußball ist zu wissen, wer Torsten Mattuschka ist. Fußball ist um 15 Uhr 30 und auch mal um 7 Uhr aufstehen, um um 8 Uhr ein Spiel gegen Saudi-Arabien zu schauen. Fußball ist aber auch so eine Datenbank mit Wissen und Vergleichsmöglichkeiten. Man sollte die Befindlichkeiten kennen zwischen Spielern und Fangruppen, Brisanzen ausmachen können. Was mit dem FC Barcelona und Real Madrid ist. Man sollte mal in einem englischen Stadion gewesen sein und auch mal seiner Mannschaft bis ins Tórsvøllur auf den Färöer-Inseln nachgereist sein. Von all dem, sollte man wenigstens mal gehört haben, damit man weiss, was Fußball ausmacht und weshalb es solche Wallungen weltweit auslöst.

Public Viewing, das war früher die öffentliche Aufbahrungen von Toten. Heute, so scheint es, ist es das öffentliche Aufbegehren von Untoten ohne jeden blassen Schimmer, aber einer Deutschlandfahne auf dem Kopf. Es wirkte alles wie verwässert. Es wirkte wie RTL. Und am Ende wurden die Spanier Weltmeister. Die Spanier spielen langweiligen Fußball ohne Ecken und Kanten. Sie machen alles richtig, sie wissen um ihre Stärke, sie sind modern aufgestellt und spielen auf Ergebnis. Sie haben ihre Spiele 1:0 gewonnen und fertig. Man kann sich noch nicht mal richtig über sie ärgern. Sie sind nett, haben wenige Fouls begangen, sind solide Checker ihrer jeweiligen Aufgabenbereiche. Und das war’s.

Da musste ich also dann für die Holländer sein. Das hätte es doch früher nicht gegeben. Ich habe mal fast ein ganzes Jahr mit einem Bekannten kein Wort mehr gesprochen, weil er für Holland war. Das war so in der Zeit zwischen Ronald Koeman/1988 und Frank Rijkard/1990. Naja, wir waren noch jung und bescheuert. Aber diese Brisanz, dieses Aufhebens um ein Spiel, um die ganzen Randerscheinungen, dass man sich da so in die Haare kriegt, das macht es halt aus. Diesmal waren alle nett. Wenigstens haben Raymond Domenech und Nicolas Anelka noch ein bisschen für Stimmung gesorgt, aber im Großen und Ganzen war doch alles irgendwie langweilig und wenn man nicht gerade Fan einer Mannschaft war, war der Ausgang der Spiele irgendwie auch wurscht.

Die Engländer, meine Vizedingsmannschaft, waren so furchtbar enttäuschend, dass ich mich frage, warum man sich eigentlich jedes mal an Wayne Rooney, dem Sohn eines Preisboxers, so aufzieht und ausrichtet, obgleich der doch im Prinzip der komplette Unsympath ist und überbezahlt und überbewertet und überdings. Aber man macht es so, jedes mal wieder.

Und dann waren da noch die Jungs um Bastian Schweinsteiger. Das war toll. Das hat mich verblüfft. So in mich hinein. Trotz dieser Schwankungen. Und dann war es wieder dieses eine Spiel, dass wirklich überzeugend war. Kein Australien, keine schwache englische Mannschaft (inkl. Re-Wembleytor), es waren auch nicht wie in der Vergangenheit Mannschaften wie USA, Südkorea, Costa Rica oder Saudi-Arabien, über deren Siege man wahllos vor Freude die Besinnung verlor, es war diesmal ein Titel-Favorit und man siegte nicht knapp, aus Versehen oder wie dann so oft im Elfmeterschießen, man gewann das wie eine Eins. Die Jungs haben die Argentinier zerlegt. Fair, mit Spielfreude und ohne Diskussion. Das hat mir gefallen. Das Spiel hätte ich mir gerne alleine angeschaut, bei 20°C und einer guten Flasche Waldmeisterbrause. Aber ich hing auf der Terrasse des Treibhauses herum, es waren ungefähr 97°C im Schatten und um mich herum lauter Leute, für die Fußball ein Spektakel ist wie »Deutschland sucht den Superstar« oder der Eurovision Songcontest. Irgendeiner gewinnt halt am Ende und hoffentlich ist es Lena Meyer-Landrut. Das ist ja auch okay und ich will diese Leute nicht diskreditieren oder verspotten, aber ich hätte mir das Spiel gerne anders angeschaut, irgendwie alleiner und irgendwie fällt mir gerade auf, dass das sicher überhaupt niemanden interessiert. Ich weiss aber nicht, was ich sonst schreiben soll. Die WM ist rum.

Vielleicht sollte ich Kräuter züchten oder Rosen oder Kaninchen. Oder schnitzen sollte ich. Sachen schnitzen. Vielleicht ziehe ich auch mal wieder ein paar Leinwände auf und male Bilder. Ich könnte auch mal mit einem Floß oder so den Rhein runterfahren. So von da ab, von wo es geht bis zur Mündung ins Meer. Das wollte ich schon immer mal machen. Vielleicht hat mich die Frau deswegen auch Huck genannt. Und ein Bett könnte ich bauen. Ach, und eine Firma habe ich ja auch noch und eine liebe Frau, vielleicht sollte ich mit denen mal was machen. Wir könnten mal Urlaub machen, die liebe Frau und ich, mal in die Schweiz fahren und eine Woche nur Mineralwassersorten testen und Schinkenbrote essen. Nur rumsitzen und die Berge rauf und runter kukken, ab und zu irgendwo hin fahren und neuen Schinken kaufen und dann wieder rauf auf den Berg und rumsitzen. Oder noch besser: Ich bring mal ein Magazin raus. So in DIN A3, mit vielen Fotos von Flüssen, Seen und auch klitzekleinen Bächleins. Irgendwie. Die Seiten in Hochglanz, der Umschlag auch. Alles muss glänzen und klitzern und das Kespchen und ich müssten mal so im Typobereich richtig einen raushauen, so dass alle anderen umfallen vor Geilheit, ob unseres Wunderwerks im Editorialbereich. Sowas mit Farben wie aus diesem Bauknecht-Backbuch von 1958. Ach what shall this than? Das machen wir jetzt einfach so. Im Oktober kommt’s raus. Kostet 14 Euro.

 

(Foto vom Foto von frollein2007 / flickr.com)